Friedrich-Wilhelm-Stadt
ALbrechtstraße
Zwischen Bahnhof Friedrichstraße und Charité
Kleine Straße, große Geschichten
Albrechtstraße
Die kurze Albrechtstraße zwischen Schumannstraße und Schiffbauerdamm hat es in sich: ein traditionsreiches Hospiz-Hotel, eine über 230 Jahre alte Stiftung und der berühmte Boros-Bunker gleich um die Ecke.
Vom Prinzen zur Barrikade
Geschichte & Namensgebung
Benannt 1827 nach Prinz Albrecht von Preußen (1809–1872), dem jüngsten Sohn Friedrich Wilhelms III. Wie das ganze Viertel zog auch die Albrechtstraße Studenten, Charité-Personal, Künstler und Intellektuelle an; 1848 stand hier eine Barrikade.
Highlights & Gewerbe
- Hotel Albrechtshof (Albrechtstraße 8): 1910 von der Berliner Stadtmission als christliches Hospiz eröffnet.
- Koepjohann’sche Stiftung mit Kieztreff (Albrechtstraße 14B) – ein Zentrum des Nachbarschaftslebens und Treffpunkt der Initiative.
- Reichsbahnbunker / Sammlung Boros an der Ecke Reinhardtstraße/Albrechtstraße.
Bildergalerie
Impressionen
FAQ
Nach wem ist die Albrechtstraße benannt?
Nach Prinz Albrecht von Preußen (1809–1872), dem jüngsten Sohn von König Friedrich Wilhelm III.
Was ist im Hotel Albrechtshof besonders?
Das Haus an der Albrechtstraße 8 wurde 1908–1913 im Auftrag der Berliner Stadtmission als christliches Hospiz errichtet und ist bis heute ein Hotel mit diakonischem Auftrag – samt eigener Andachtskapelle im Untergeschoss. In der NS-Zeit traf sich hier die Leitung der Bekennenden Kirche, in den letzten Kriegsmonaten war die Augenklinik der Charité untergebracht. Später wurde der Albrechtshof Ort ökumenischer Begegnungen; an den Gast Martin Luther King erinnert sein Name in der Kapelle. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.
Kann man den Boros-Bunker besichtigen?
Ja – aber nur mit Führung und nur nach vorheriger Online-Buchung. Die Sammlung Boros im ehemaligen Reichsbahnbunker an der Ecke Reinhardtstraße/Albrechtstraße zeigt zeitgenössische Kunst in kleinen Gruppen; die Rundgänge dauern rund 1,5 Stunden und finden mehrmals wöchentlich (Di–So) auf Deutsch und Englisch statt. Tickets kosten 20 Euro, ermäßigt 12 Euro, und sind weder erstattbar noch umbuchbar. Spontan hineinspazieren geht also nicht – rechtzeitig buchen lohnt sich.
Wo genau verläuft die Albrechtstraße?
Die Albrechtstraße liegt im Berliner Ortsteil Mitte, im historischen Quartier Friedrich-Wilhelm-Stadt. Sie führt auf kurzer Strecke von der Schumannstraße im Norden bis zum Schiffbauerdamm an der Spree, gehört zur Postleitzahl 10117 und trägt die Hausnummern 5 bis 27. Angelegt und benannt wurde sie am 16. April 1827.